BIELEFELD

Germany
Die kommunale Gebietsreform des Jahres 1973 bedeutete nach der Auflösung des Kreises Bielefeld für die kreisfreie Stadt einen erheblichen Gebiets- und Bevölkerungszuwachs, da bisher selbständige Kommunen zu neuen Stadtbezirken der Stadt Bielefeld zusammengefasst wurden. Heute ist das Stadtgebiet in zehn Stadtbezirke eingeteilt.

Bielefelds Stadtbild ist gekennzeichnet vom selbstverständlichen Miteinander kranker und gesunder Menschen. Das Evangelische Johanneswerk und die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. In Bethel, der Stadt in der Stadt, haben seit vielen Jahren körperlich und geistig behinderte Menschen eine Heimat gefunden. Darüber hinaus gibt es in Bielefeld ein breit gefächertes Angebot an sozialen Einrichtungen und Hilfeleistungen.

Eine kulturell lebendige Stadt signalisiert geistige Offenheit, Bildung, Toleranz und Kreativität. Sie fördert und bündelt kreative Potentiale und hält damit einen Kreislauf ständiger Erneuerung und Vitalität in Gang. Zur Entfaltung der Potentiale der Kulturstadt braucht es gute Grundlagen.

Die Stadt Bielefeld, eingebettet in die drei großen Landschaftsräume Senne/Ostmünsterland, Teutoburger Wald und Ravensberger Hügelland, ist eine Großstadt mit einem noch vergleichsweise hohen Anteil an unbebauter, freier Landschaft. Diese erfüllt wichtige Funktionen sowohl in Bezug auf die Gesundheit und Erholung der Bielefelder Bevölkerung als auch als Lebensraum für wildlebende Pflanzen und Tiere und damit für den Artenschutz. Gleichzeitig wird sie als land- und forstwirtschaftliche Fläche genutzt und dient als Reservefläche für zukünftige Siedlungsentwicklung.

Die Landschaft ist im Ballungsraum Bielefeld Belastungen durch hohen Siedlungsdruck und Ausbau der Infrastruktur sowie in Teilen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung ausgesetzt. Trotz dieser Belastungen sind schutz- und erhaltungswürdige Naturräume vorhanden. Hierzu zählen der Teutoburger Wald, das Sieksystem des Ravensberger Hügellandes, die Kulturlandschaftsbereiche im Osten sowie die Bachauen und Wälder des Bielefelder Südens. Diese Landschaft zu erhalten und zu entwickeln ist eine Aufgabe des Umweltamtes. Wichtigstes Instrument zum Schutz von Natur und Landschaft sind die Landschaftspläne, in denen Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete festgesetzt wurden. Darüber hinaus sind größere Teilbereiche des Teutoburger Waldes als Bestandteil eines europaweiten, zusammenhängenden Schutzgebietssystems, genannt Natura 2000, zusätzlich geschützt. Auch die Sparrenburg wird wegen ihres bedeutsamen Fledermausvorkommens auf der Grundlage der FFH-Richtlinie in dieses europäische Schutzgebietssystem einbezogen werden.

Aufgabe der Stadt Bielefeld ist es, neben der Ausweisung von Schutzgebieten, die Entwicklung von Natur und Landschaft über die Umsetzung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sowie über öffentliche Förderprogramme und den Vertragsnaturschutz zu steuern. Im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren hat die untere Landschaftsbehörde den gesetzlichen Auftrag, darauf hinzuwirken, dass unnötige Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft vermieden oder vermindert werden. Bei Genehmigung eines Vorhabens ist der Vorhabenträger gesetzlich verpflichtet, die durch die Umsetzung seines Vorhabens bedingten Beeinträchtigung von Natur und Landschaft auszugleichen (Eingriffe in Natur und Landschaft).

Bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben wird die untere Landschaftsbehörde vom Landschaftsbeirat unterstützt. Weiterhin achten vor Ort ehrenamtlich beauftragte Personen als Landschaftswacht auf den Schutz der Landschaft.

Das Klima in Bielefeld wird durch die Lage im ozeanisch-kontinentalen Übergangsbereich Mitteleuropas und durch seine Lage am Teutoburger Wald bestimmt. Das Gebiet liegt überwiegend im Bereich des subatlantischen Seeklimas mit teils temporären kontinentalen Einflüssen.

Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild, die Sommer mäßig warm, die Niederschläge relativ gleichmäßig verteilt. Die Jahresmitteltemperatur in der Mitte liegt bei etwa 8,5 °C und im in der Westfälischen Bucht liegenden Süden des Stadtgebiets bei etwa 9 °C. In den Höhenlagen des Osnings ist sie deutlich niedriger und liegt bei etwa 7,5 bis 8 °C.

Die Niederschläge sind maßgeblich durch die Lage am Teutoburger Wald beeinflusst. Insgesamt ist Bielefeld neben den Städten im Bergischen Land und im Siegerland eine der niederschlagsreichsten Großstädte Nordrhein-Westfalens. Die Jahresniederschläge liegen in allen Monaten deutlich über dem Landesschnitt. Die Niederschlagsmengen schwanken jedoch je nach Lage jährlich meist zwischen etwa 800 und 1000 Millimeter. Im Bereich des Stadtzentrums liegt der Jahresniederschlag bei etwa 890 Millimetern. Da die vorherrschenden Winde meist aus Richtung Südwesten wehen und dabei feuchte Luft vom Atlantik mitbringen, kommt es an der Luvseite des Teutoburger Waldes, der die erste Barriere am Rand des Weserberglandes darstellt, zu ausgeprägtem Steigungsregen. Daher erreichen die Jahresniederschläge im und am Südrand des Osning Werte bis deutlich über 1000 Millimeter. Die weiter in der Westfälischen Bucht gelegenen Orte im südlichen Stadtgebiet sind regenärmer. Hier beträgt der Jahresniederschlag nur noch etwa 750 Millimeter. Niedriger sind die Jahresniederschläge mit etwa 800 Millimetern auch in den geschützten Lagen im Aatal im Ravensberger Hügelland und im Lee des Osning.

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